„So kann Jesus nicht Jude gewesen sein“ – Walter Grundmanns Antisemitismus vor und nach der Schoa

Walter Grundmann war der wissenschaftliche Leiter und die prägende Figur des Eisenacher „Entjudungsinstituts“.

Dr. Torsten Lattki zeigt in seinem Vortrag, wie Grundmann einen nichtjüdischen Jesus im Kampf gegen das Judentum konstruierte und ein Christentum in nationalsozialistischen Kategorien erschaffen wollte.

Schon bald nach 1945 bekleidete er wieder diverse Stellen in Kirche und Theologie und avancierte zu einem der erfolgreichsten Theologen der DDR. Er sah das Judentum weiterhin als verworfene Religion ohne Existenzberechtigung und hielt an seinen menschenverachtenden Ansichten fest. Mit seinen Kommentaren zum Neuen Testament, die noch heute in vielen Bibliotheken stehen, prägte er zahlreiche Theolog*innen und Pfarrer*innen.

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