Doppelte Erinnerung – Wie die Deutschen sich nach der Begegnung mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust nach 1945 unterschiedlich erinnerten
Leitung:
PD Dr. L. Joseph Heid
Der Nationalsozialismus wirft seine Schatten weit in die bundesrepublikanische Nachkriegsgesellschaft. Auschwitz, die Juden und der Antisemitismus bleiben auch nach 1945 weiterhin ein zentraler Angel- und Bezugspunkt deutscher Kultur, deutscher Politik, der deutschen Gesellschaft insgesamt – ein beständiges Gefühl. Es hat nach dem Krieg durchaus nicht an positiven Bemühungen gefehlt, sich mit der NS-Zeit und ihrer Ideologie auseinanderzusetzen, während andererseits in einer Dunkelseite Trennendes aufscheint, indem ewig Gestrige den Nationalsozialismus und das völkisch-identitäre Denken glorifizieren und zu praktizieren suchen.
In dem Vortrag wird einerseits der Fokus geworfen auf Personen wie Heinrich Globke oder Kurt Georg Kiesinger, auf der anderen Seite gab es Männer wie Willy Brandt, Theodor W. Adorno oder Fritz Bauer, die für ein anderes Deutschland standen.
Eintritt frei !
