„Nicht nur vom Ende erzählt: Jüdische Bürgerinnen und Bürger in der Gelsenkirchener Stadtgesellschaft bis zu ihrer Verfolgung und Ermordung“
Vortrag von Prof. Dr. Stefan Goch
Als die Industrialisierung über den Raum Gelsenkirchen hineinbrach, kamen ganz unterschiedliche Menschen von nah und fern in die Boomtowns, die schrittweise zur Stadt Gelsenkirchen zusammengeschlossen wurden. Mit der rasanten Zuwanderung kamen auch jüdische Menschen. Mit all ihren Unterschieden und auch Konflikten entstand in Preußens Wildem Westen eine Stadtgesellschaft, in der die Jüdinnen und Juden eine Gruppe unter verschiedenen Gruppen, Milieus und Gemeinschaften waren. Das Leben und Arbeiten jüdischer Menschen war Teil des Lebens in der Stadt – bis zur Verfolgung und Ermordung dieser Menschen.
Prof. Dr. Stefan Goch ist apl. Professor an der Ruhr-Universität Bochum (Fakultät für Sozialwissenschaft, Lehrstuhl für Öffentliche Verwaltung, Stadt- und Regionalpolitik). Von 2011 bis Ende 2018 leitete er das Institut für Stadtgeschichte in Gelsenkirchen. Danach war er stellvertretender Leiter der Planungsgruppe für das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen. Stefan Goch hat zahlreiche Publikationen zur lokalen, regionalen und Landesgeschichte veröffentlicht, u.a. Jüdisches Leben..Verfolgung – Mord – Überleben. Ehemalige jüdische Bürgerinnen und Bürger Gelsenkirchens erinnern sich, Essen 2004.
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter 0209 70 25 22 20 (auch AB)
oder christlich-juedische-ge@freenet.de
Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen und
der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gelsenkirchen