Bitte melden Sie sich für unten stehende Veranstaltungen gerne auch über unser Kontakt-Formular an.


 

Vorwort

 

2018 findet eine wichtige Veranstaltung des christlich-jüdischen Dialogs ganz in der Nähe statt: Am 11. März wird in Recklinghausen die Woche der Brüderlichkeit mit der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an den Musiker Peter Maffay eröffnet. Maffay wird für sein entschiedenes Eintreten gegen antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Kultur mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Er hat im Dialog der Kulturen und Religionen mit unbequemen Fragen bequem gewordene Antworten erschüttert und damit wichtige Anstöße gegeben. Er tritt als Musiker mit großem sozialem Engagement, mit Einsatz für Versöhnung und Toleranz auf. Musik – so sein Credo – verbindet Religionen und Kulturen. Als Gründer und Schirmherr der Peter Maffay Stiftung, die benachteiligten Kindern Auszeiten vom Alltag in stiftungseigenen Ferieneinrichtungen ermöglicht, fördert er das Bewusstsein der Projektteilnehmenden für Toleranz und friedvolle Koexistenz. Ihm ist es wichtig, die nachwachsende Generation zu „jungen Botschaftern für Völkerverständigung“ zu machen.

Unsere Gesellschaft hat aus Anlass der Woche der Brüderlichkeit einige Veranstaltungen in ihr Programm aufgenommen, die wir Ihrer Aufmerksamkeit empfehlen.

 

Das Jahresthema 2018 der Woche der Brüderlichkeit der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit 2018 lautet:

„Angst überwinden – Brücken bauen“


 Veranstaltungen für das
2. Halbjahr 2018

 


 

   

Ankündigung

 

Studienfahrt

 

„Spurensuche Nationalsozialismus in Auschwitz und Krakau:
Christen und Juden in Polen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg

 

Sonntag, 19. August 2018 bis

Freitag, 24. August 2018

 

 

Auschwitz steht als Synonym für das nationalsozialistische Vernichtungssystem. Im Rahmen der Studienfahrt sind das ehemalige Stammlager Auschwitz und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Ziele. Aber auch das Jüdische Zentrum und die Chewra Lomdei Misznajot Synagoge werden besucht, um etwas über das Zusammenleben von Christen und Juden bis zum Zweiten Weltkrieg zu erfahren. Im zweiten Teil der Reise steht dann die „schönste Stadt Polens“, die alte Königsstadt Krakau, mit ihrer reichen –insbesondere auch jüdischen – Vergangenheit und Gegenwart im Mittelpunkt.

 

 

Es wird ein separater Flyer für die Studienfahrt mit

allen wichtigen Informationen erstellt, der ab Januar 2018 an Interessierte

versendet werden kann.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit


Führung

 

Spuren jüdischer Geschichte und Gegenwart in Gelsenkirchen

Führung über den Jüdischen Friedhof Am Dördelmannshof

Leitung:
Judith Neuwald-Tasbach,
Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

 

Donnerstag, 30. August 2018, 17.00 Uhr

 

 

 

Seit 1927 wird auf dem Friedhof Am Dördelmannshof beerdigt. Er ist ein stiller und ruhiger Ort mit traditionellen Gräbern, aber auch mit Grabstätten der seit 1990 aus dem sowjetischen Bereich zugewanderter Juden, die teilweise einer anderen Begräbniskultur folgen. Eine Trauerhalle ist ebenfalls vorhanden. Hier wird Abschied genommen mit Gebet und Gedenken, bevor die Verstorbenen zu ihrer letzten Ruhestätte geleitet werden. Es wird anschaulich erklärt, was geschieht, wenn jemand verstirbt, welche Trauerriten es gibt und was z. B. die Aufgaben der Chewrah Kaddischa sind, der Beerdigungsgesellschaft, die sich der Bestattung der Verstorbenen widmet.

 

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Gelsenkirchen und der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen
- Männer benötigen eine Kopfbedeckung -

 


 

Konzert

 

Ein Beitrag zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur

Sveta Kundish & Patrick Farrell - Motiks Tonband

 

Sonntag, 2. September 2018, 17.00 Uhr

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 3. 45879 Gelsenkirchen,

Eintritt: 8,00 Euro (erm. 3,00 Euro) - Karten an der Abendkasse

Der Europäische Tag der jüdischen Kultur wird heute in rund 30 europäischen Ländern veranstaltet. Er dient dazu, das europäische Judentum, seine Geschichte, Traditionen und Bräuche in Vergangenheit und Gegenwart besser kennenzulernen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wanderten in den 90er Jahren Hunderttausende jüdischer Familien aus der früheren UdSSR nach Israel, nach Deutschland und nach Nordamerika aus. Auch Familie der Sängerin Sveta Kundish verließ die Ukraine und ging 1995 nach Israel. Jahre später entdeckten Svetas Eltern eine Reihe von alten Tonbändern mit Aufnahmen, die Svetas Großvater in den 70er und 80er Jahren gemacht hatte.

Von diesen Aufnahmen inspiriert, erzählen Sveta Kundish und Akkordeonist Patrick Farrell die Geschichte einer ukrainisch-jüdischen Familie: von Sveta Kundishs Urgroßvater – einem Kantor in der Synagoge von Owrutsch – bis zu Svetas heutigem Leben in Deutschland als Musikerin. Verwoben mit dieser Geschichte sind jiddische hebräische, russische, ukrainische und deutsche Lieder, die das Duo live vorträgt oder die mit Hilfe der wieder-gefundenen Tonbandaufnahmen aus der Vergangenheit geholt werden. Familienfotos aus den letzten hundert Jahren, auf eine Leinwand projiziert, vermitteln dem Publikum einen Einblick in das jüdische Leben in der Ukraine in den Jahren der Sowjetunion und in die Erfahrungen nach der Emigration.

 

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

Mit freundlicher Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland


 

Gedenken

Gedenken an die getöteten jüdischen Zwangsarbeiterinnen auf dem Friedhof in Gelsenkirchen-Horst

Sonntag, 16. September 2018, 11.00 Uhr

Treffpunkt:
Mahnmal für die jüdischen Zwangsarbeiterinnen

Bei der Gedenkveranstaltung findet auch die Einweihung eines neuen Mahnmals für die Zwangsarbeiterinnen statt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte vor der Veranstaltung der Tagespresse oder unserer Webseite.


Konzert

Neujahrskonzert zu Beginn des Neuen Jüdischen Jahres 5779

Duo Stoljarski

 

Donnerstag, 20. September 2018, 19.00 Uhr

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen
 

Eintritt: 8,00 Euro (erm. 3,00 Euro)

 

Igor Mishurisman (Violine), der Primarius des Rheingauer Streichquartetts, und die Konzertpianistin Anna Tyshayeva formen das Duo Stoljarski. Beide Künstler stammen aus Odessa. Dort besuchten sie die größte Musikschule der Stadt, die den Namen des Musikers und Pädagogen Pjotr Stoljarski trägt. Aus derSchule gingen viele berühmte Musiker hervor wie Emil und Elisaveta Gilels, David und Igor Oistrakh, Boris Goldstein, Zakhar Bron, Boris Bloch, Evgeni Mogilevski u. a. Nach dem weiterführenden Musikstudium in Deutschland und mehreren Auszeichnungen und Preisen bei Musikwettbewerben konzertieren Anna Tyshayeva und Igor Mishurisman international als Solisten und Kammermusiker. Für die Gemeinden haben sie einen Fantasie-Abend im Repertoire mit höhstvirtuosen und ergreifenden Werken jüdischer Komponisten und jüdischer Themen, wie "Kaddisch" von Maurice Ravel, "Baal Shem" von Ernest Bloch, George Gershwin's "Porgy and Bess" oder Franz Waxman's "Carmen-Fantasie".

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen
Mit freundlicher Unterstützung des Zentralrates der Juden in Deutschland


Fest

Jüdisches Leben live erleben - Erew Sukkot in der Synagoge

Leitung:
Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende der Jüd. Gemeinde Gelsenkirchen

Sonntag, 23. September 2018, 18.00 Uhr

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

Eintritt: 5,00 Euro an der Abendkasse

Sukkot, das Laubhüttenfest, ist als "Fest des Einsammelns" ein Dankfest für das Einbringen der Ernte, vor allem der Obst- und Weinernte. Das Fest trägt seinen Namen nach den Laubhütten, in denen fromme Juden eine Woche lang wohnen. Sie erinnern sich dabei, und das ist die zweite Bedeutung des Fests, an die Zeit der Wüstenwanderung, als ihre Vorfahren keine festen Häuser hatten sondern in ihren Zelten ganz auf Gott angewiesen waren. Sukkot verweist darauf, dass der Mensch gerade inSituationen der Unsicherheit Gottes Schutz erfährt.

 

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Gelsenkirchen und der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen


 

Führung

Spuren jüdischer Geschichte und Gegenwart in Gelsenkirchen

Führung durch die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

Leitung:
Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 17.00 Uhr

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

Anmeldung erbeten bei der Gesellschaft für Christlich-Jüdische ZA (Telefon oder e-mail)

Seit dem 1. Februar 2007 gibt es in Gelsenkirchen die Neue Synagoge. Jüdisches Leben ist wieder sichtbar in das Zentrum unserer Stadt gerückt. Unter dem verbindenden Motto "Mein Haus ist ein Haus der Gebete für alle Völker" sind Synagoge und Gemeindezentrum inzwischen selbstverständliche Bestandteile der städtischen Gesellschaft.

 

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Gelsenkirchen und der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen


Führung

Spuren jüdischer Geschichte und Gegenwart

Führung durch die Synagoge Bochum

Leitung:
Dr. Michael Rosenkranz, Jüdische Gemeinde Bochum

 

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 17.00 Uhr

Ort:
Synagoge Bochum, Erich-Mendel-Platz 1, 44791 Bochum

Anmeldung bei der GCJZ (Telefon oder e-mail)
Eintritt: 5,00 Euro
Männer benötigen eine Kopfbedeckung

Die Bochumer Synagoge wurde im Dezember 2007 feierlich eröffnet - im selben Jahr, wie auch die Neue Synagoge Gelsenkirchen. Wie diese ist sie ein modernes Bauwerk auf der Höhe des gegenwärtigen Standes der Architektur, im einzelnen sind die beiden Synagogen aber sehr unterschiedlich. Die Bochumer Synagoge ist ein mächtiger Kubus. An den Außenflächen des Blocks, der fast völlig geschlossen ist, bildet das flache Relief der Steinverkleidung ein Ornament von Davidsternen. Der quadratische Saal wird von einem eingehängten goldgelben Baldachin mit einer Lichtöffnung in der Mitte überspannt. Er verleiht dem Raum die von der Gemeinde gewünschte erhabene Stimmung. An der Ostseite des Gebäudes in Richtung Jerusalem befinden sich fünf große, quadratische ebenerdige Fenster, vor dem mittleren steht der Toraschrein. Die Bochumer Synagoge verfügt über eine Besonderheit: Die Gemeinde betreibt das Restaurant "Matzen". Es bietet traditionelle jidische Küche an. Bei der Auswahl der Gerichte hat sich die Gemeinde an osteuropäischen, jiddischen Traditionen und an jüdischen Gebräuchen in Israel und New York (Brooklyn) orientiert. So bietet das Matzen eine facettenreiche Vielfalt, z. B. Gefillte Fisch mit Bratkartoffeln oder Blinis (Pfannkuchen) und Latkes (typisch jiddische Kartoffelpuffer) mit diversen Beilagen. Ein Besuch im "Matzen" bietet sich vor oder nach der Führung an (www. matzen-restaurant.de).


 Lehrhaus Judentum

Die große Drohrede oder Verwarnt, nicht verworfen

Lehrhaus Judentum - Ein Stück Tora

Leitung:
Dirk Bültmann, evangelischer Pfarrer und strellvertr. Vorsitzender der
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Montag, 29. Oktober 2018, 18.30 Uhr - 20.00 Uhr

Ort:
Begegnungsstätte, Von-der-Recke Straße 9, 45879 Gelsenkirchen

Anmeldungen bis zum 8. Oktober 2018 bei der GCJZ (per Telefon oder e-mail),
damit rechtzeitig Material zugesandt werden kann.

Das Konzept von Lohn und Strafe steht im Mittelpunkt der Betrachtung einzelner Verse aus 3. Mose 26. Daneben wird die Teilnehmenden am Lehrhaus die Frage beschäftigen, ob denn der Gott der hebräischen Bibel ein Gott der Rache sei. Und wie steht es dabei mit der menschlichen Rachsucht? All das sind spannende Aspekte, die auf eine lebendige Diskussion hoffen lassen. Das Lehrhaus ist ein offenes Angebot. Die Themen der Lehrhausabende liegen fest. Alle Interessierten können nach ihren Möglichkeiten teilnehmen. Kenntnisse der hebräischen Sprache oder des Judentums werden nicht vorausgesetzt. Gebühren werden nicht erhoben. Das Ziel des Lehrhauses ist die Vemittlung von Kenntnissen jüdischen Denkens und Lebens und die aktuelle Übertragung des Gelernten in das Leben der Teilnehmenden.


Hebräisch Lernen

Hebräisch Lernen im Hebräisch-Sprachkurs

Leitung:
Tikva Gussmann. Sie ist Israelin und hat langjährige Erfahrungen
in der Vermittlung der hebräischen Sprache

 

ab Dienstag, 30. Oktober 2018, 18.00 Uhr - 19.30 Uhr

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

Kosten:
60,00 Euro (erm. 30,00 Euro) für 12 Termine a 1,5 Std.
Anmeldung bei der GCJZ (Telefon oder e-mail)

Hebräisch, die Sprache der Bibel und des jüdischen Kultus, wurde in "wiederbelebter"  Form als Ivrit auch die Sprache des Staates Israel. Verwandt mit anderen semitischen Sprachen wie Arabisch ist eines ihrer Kennzeichen, dass sie weitgehend ohne Vokale geschrieben wird. Wollen Sie für einen kurzen Urlaub oder für eine längere Zeit nach Israel reisen? Sind Sie historisch interessiert oder suchen Bezug zur Sprache und Kultur Israels? Dann ist dieser Kurs das Richtige für Sie. Im Kurs wird systematisch in die hebräische Sprache undSchrift eingeführt mit dem Ziel, einfache Gespräche führen zu können. Er richtet sich insbesondere an Teilnehmende ohne oder mit geringen Vorkenntnissen.

Termine:
30.10.; 06.11.; 13.11.; 20.11.; 27.11.; 04.12.; 11.12.; 18.12.2018;
08.01.; 15.01.; 22.01.; 29.01.2019

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gelsenkirchen
und der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen



Gedenken

Demonstration und Kundgebung zum
Gedenken an die Pogrome der
sogenannten Reichskristallnacht

Freitag, 9. November 2018, 18.00 Uhr

 

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

Eine Veranstaltung der Demokratischen Initiative

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte vor der Veranstaltung der Tagespresse oder unserer Webseite.


Konzert

Pogromnacht
Konzert mit Natalia Gonochova

Sonntag, 11. November 2018, 15.00 Uhr

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

Karten an der Abendkasse
Eintritt: 8,00 Euro (erm. 3,00 Euro)

Die mehrfach, auch international, ausgezeichnete Sopranistin Natalia Gonochova aus St. Petersburg erinnert mit ihrem Programm russischer, jiddischer und hebräischer Lieder an die Ereignisse der Pogromnacht vom 9. November 1938, die sich in diesem Jahr zum 80. Mal jährt. Zu den Liedern werden Erläuterungen auf deutsch gegeben. In der Pogromnacht wurden 1400 jüdische Beträume und Synagogen angezündet sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe zerstört. Juden wurden geschlagen und ermordet, jüdische Männer verhaftet und in die Konzentrationslager deportiert. Der 9. November war der Auftakt für die systematische Vernichtung der Juden in Europa durch das nationalsozialistische Deutschland.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Gelsenkirchen und der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen


Rezitation

Wer könnte atmen ohne Hoffnung

Eine musikalische Lesung mit Texten von Rose Ausländer und
Mascha Keléko

Leitung:
Gabriele Droste (Rezitation), Rainer Maria Klaas (Klavier)

Montag, 12. November 2018, 19.00 Uhr

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

Karten an der Abendkasse
Eintritt: 8,00 Euro (erm. 3,00 Euro)

2018 jährt sich Mascha Kalékos Geburtstag (7. Juni 1907) zum 111.Mal, 2018 gedenken wir auch des 30. Todestages von Rose Ausländer (3. Januar 1988) - Grund genug, an die beiden jüdischen Lyrikerinnen zu erinnern. Mascha Kaléko, die "Philosophin der kleinen Leute und witzige Moralistin" überrascht mit ihrer präzisen, manchmal melancholischen, immer pointiert leichtfüßigen Sprache. Rose Ausländer, der das Schreiben leben, ja überleben, bedeutete, strebt in ihren (etwa 3000) Gedichten immer mehr nach Verknappung und einer faszinierend emotionalen Eindringlichkeit. So entstehen bei beiden Autorinnen Texte von großer Menschlichkeit und Wärme. Aus ihren umfangreichen Werken hat Gabriele Droste eigens für diesen Abend eine sehr persönliche Auswahl getroffen, die bei aller Unterschiedlichkeit des Stils auch erstaunliche Berührungspunkte der beiden Lyrikerinnen aufweist. Sie präsentiert das Programm mit ihrem Partner, dem Pianisten Rainer Maria Klaas, einem der vielseitigsten Interpreten von Klaviermusik des 19. und 20. Jahrhunderts, an einem dem Programm angemessenem Ort, dem Kurt-Neuwald-Saal der Neuen Synagoge Gelsenkirchen.

Eine Veranstaltung derGesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Gelsenkirchen, der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen und des
Instituts für Stadtgeschichte Gelsenkirchen


Vortrag

Der Novemberpogrom 1938 ("Reichskristallnacht") und sein Platz
in der Geschichte

Leitung:
Dr. L. Joseph Heid, Historiker

 

Mittwoch, 28. November 2018, 19.00 Uhr

Ort:
Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus",
Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen

Die "Reichskristallnacht", so die zynisch-poetische Zuschreibung für den großangelegten, monströsen Pogrom vom 9./10. November 1938, markiert innerhalb der blutigen Dynamik der NS-Gewaltherrschaft so etwas wie einen Wendepunkt, in dem sich buchstäblich die Weichenstellung für die Vernichtung des europäischen Judentums anzeigte. Spätestens am Morgen des 10. November 1938 hatte das Deutsche Reich endgültig aufgehört, ein Rechtsstaat zu sein. Die polizeiliche Ordnung stand Kopf, als verbrecherischer Mob auf offener Straße ungehindert brandschatzte und mordete. Der Vortrag erinnert an den 80. Jahrestag des Pogroms.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Gelsenkirchen und des Instituts für Stadtgeschichte Gelsenkirchen


Vortrag

Ich bin Josef, Euer Bruder
Erinnerungen an Papst Johannes XXIII

Leitung:
Klaus A. Hermandung

Donnerstag, 29. November 2018, 19.00 Uhr

Ort:
Augustinushaus, Ahstraße 7, 45879 Gelsenkirchen

Papst Johannes XXIII (1881-1963) wurde nach seiner für viele überraschenden Wahl Ende 1958 gerade im Hinblick auf das Verhältnis zum Judentum von Anfang an von dem Wunsch geleitet, dem Evangelium gerecht zu werden. So war es eine der ersten wichtigen Entscheidungen seines Pontifikates aus der katholischen Karfreitagsliturgie die Bezeichnung der Juden als "perfidi" (treulos) zu streichen. Ohne sein unermüdliches persönliches Engagement wäre sicherlich auch die Erklärung "Nostra aetate" (lat. für "In unserer Zeit") über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen mit ihrem zentralen Kapitel "Die jüdische Religion", die das von ihm einberufene Zweite Vatikanische Konzil 1965 verabschiedete, nicht zustande gekommen. Darin wird Wahres und Heiliges in den anderen Religionen anerkannt und gerade auch die bleibende Erwählung des Judentums, in dem das Christentum wurzelt, bestätigt. Wie die jüdischen Reaktionen auf "Nostra Aetate" zeigten, ist sofort erkannt worden, dass dieses Dokument eine epochale Wende im Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum markierte.


 Vortrag

Vom "Judenstaat" zum Staat der Juden
Vor 70 Jahren wurde der Staat Israel gegründet

Leitung:
Dr. Ludger Joseph Heid, Historiker

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18.00 Uhr

Ort.
Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen, Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

Theodor Herzl war der Begründer des politischen Zionismus, der in seiner Programmschrift "Der Judenstaat" seine politischen Ideen niederlegte. In der Nachfolge Herzls stehend war es dem späteren israelischen Präsidenten Chaim Weizmann gelungen, die Briten während des Ersten Weltkrieges zu einer weitreichenden prozionistischen Erklärung zu veranlassen. Mit der sogenannten Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 erkannte England die zionistischen Forderungen auf das Land Palästina an. Ohne diese Deklaration wäre es niemals zur Gründung des Staates Israel gekommen. Von Herzls diplomatischen Verhandlungen mit England führt ein direkter Weg zur Balfour-Erklärung, zum englischen Palästina-Mandat und zum UN-Teilungsplan im Jahre 1947 mit der anschließenden Ausrufung des Staates Israel durch David Ben-Gurion am 14. Mai 1948. Seit seiner Gründung vor 70 Jahren sieht sich der Staat Israel in seiner Existenz bedroht. Der Nahostkonflikt ist seitdem ungelöst und wirft Fragen auf, die die Weltpolitik auch in der Gegenwart beschäftigen.
Vor dem Vortrag von Dr. Heid können Sie auch in diesem Jahr die von den Kindern der Jüdischen Gemeinde vorbereitete Aufführung zum Chanukka-Fest erleben - immer wieder aufs Neue eine schöne Gelegenheit, einen Einblick in die jüdischen Feiertage zu bekommen.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Gelsenkirchen und der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen