Bitte melden Sie sich für unten stehende Veranstaltungen gerne auch über unser Kontakt-Formular an.


 

Gottesdienst

Ökumenischer Gottesdienst anlässlich des Gedenktages
für die Opfer des Nationalsozialismus

 

Donnerstag, 26. Januar 2017, 18.00 Uhr

Kapelle des St. Josef-Hospitals Gelsenkirchen,
Rudolf-Bertram-Platz 1, 45899 Gelsenkirchen

 

Der Gedenkgottesdienst findet auch in diesem Jahr wieder am Vorabend des Internationalen Gedenktages der Opfer des Nationalsozialismus im St. Josef-Hospital statt. Dort gelang es 1944/1945 durch Initiative Dr. Bertrams und die Unterstützung vieler Helferinnen und Helfer, ungarische jüdische Zwangsarbeiterinnen der Gelsenberg Benzin AG vor dem Zugriff des Nationalsozialistischen Vernichtungssystems zu retten.

Anschließend besteht wie in jedem Jahr die Gelegenheit, im Cafe des Krankenhauses zu Begegnung und Gesprächen zusammen zu kommen.


 

Gedenken

Gedenkfeier anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz
und für die Opfer des Nationalsozialismus

 

Die Passagierin
Oper von Mieczystaw Weinberg

ab dem 28. Januar 2017

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

 

Informationen zum Rahmenprogramm "Wenn das Echo Ihrer Stimmen verhallt ..." sowie zur Oper erhalten Sie an der Theaterkasse des Musiktheaters unter 0209-4097-200 oder im dort ausliegenden Flyer.



   

Tag der offenen Synagoge

Neue Synagoge Gelsenkirchen
10 Jahre im neuen "Haus der Gebete für alle Völker"

  

Sonntag, 5. Februar 2017, 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2,
45879 Gelsenkirchen

Achtung:

Die im Flyer angekündigte Anfangszeit von 12.00 Uhr hat sich auf 14.00 Uhr verschoben! 

Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der Einweihung der Synagoge öffnet die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen an diesem Tag ihre Türen für die Öffentlichkeit. Ein reichhaltiges Angebot an Veranstaltungen und Führungen zu jüdischem Leben, jüdischer Kultur und Religion erwartet die Besucher.

Programm:

14.30 Uhr Auftritt der Kindergruppe;
15.30 Uhr Auftritt des Gemeindechors "Chawerim";
16.30 Uhr David Sarazhynski spielt Geige und Benjamin Sarainski spielt Klarinette;
17.30 Uhr Auftritt der Jugendgruppe "Chesed" mit dem Programm für die Jewrovision 2017

Weiter geplant sind Führungen, Pergamentschreiben auf Hebräisch, frische gebackene Waffeln und Kaffee, viele schöne Begegnungen und gute Gespräche mit Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Freunden.

 

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde
Gelsenkirchen
 



Eine Begegnung mit Zeitzeugen aus Gelsenkirchen
und Umgebung

Verfolgung, Überleben, Rückkehr


im Rahmen des Begleitprogramms zu Mieczyslaw Weinbergs Oper "Die Passagierin"

Leitung:
Klaus Hermandung
 

Dienstag, 7. Februar 2017, 19.00 Uhr

Kurt-Neuwald-Saal der Neuen Synagoge,
Georgstr. 2, 45879 Gelsenkirchen

Noch ist es möglich, Menschen zu treffen, die den Holocaust überlebt haben, ihren Berichten zuzuhören und sie direkt zu befragen. Rolf Abrahamson und Johanna Eichmann erzählen ihre Geschichte vom Überleben, ihrer Rückkehr in die Heimat und ihren Weg zurück ins Leben. Auch die Geschichte des Gelsenkirchener Unternehmers Kurt Neuwald (1906-2001) soll bei dieser Begegnung in Erinnerung gerufen werden.

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen
in Zusammenarbeit mit dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

 



Vortrag

 

Der Nahostkonflikt –
Hintergrund, Entwicklung und Perspektive

  

Leitung:
Menny Aviv

Menny Aviv ist Israeli und lebt seit einigen Jahren im Ruhrgebiet.
Er arbeitet als Sprachlehrer für Englisch und Ivrit.

 

Mittwoch, 1. März 2017, 19.00 Uhr 

Augustinushaus Gelsenkirchen,
Ahstraße, 45879 Gelsenkirchen

 

Im Nahostkonflikt stehen sich, so scheint es, Israelis und Palästinenser unversöhnlich gegenüber. Beide Seiten erheben mit historischer und religiöser Begründung Anspruch auf dasselbe Land. Ihre „Narrative“, also die Identität konstruierenden Erzählungen über die Vergangenheit, sind äußerst gegensätzlich. 

Im Vortrag werden der historische Hintergrund des Konflikts vor und seine Entwicklung seit Gründung des Staates Israel dargestellt. Neben kriegerischen Auseinandersetzungen gab es immer auch Verhandlungen, den Konflikt durch einen Interessenausgleich zu lösen. Bisher sind alle Verhandlungen letztlich gescheitert, und derzeit ist eine Phase, in der die Politiker beider Seiten kaum noch miteinander reden.

Also keine Hoffnung? Vielleicht doch – es gibt zivilgesellschaftliche Initiativen, die auf eine friedliche Lösung hinarbeiten. Der Vortrag jedenfalls wird mit einem verhalten optimistischen Ausblick schließen.


 

 

Jahreshauptversammlung

der Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Gelsenkirchen

 

Mittwoch, 8. März 2017, 18.30 Uhr


Begegnungsstätte von-der-Recke-Straße 9,
45879 Gelsenkirchen

 

Zur Mitgliederversammlung laden wir unsere Mitglieder und alle Interessierten herzlich ein.

Anschließend wird Herr Pfarrer Klaus Hoffmann einen Vortrag halten .


  

 

Vortrag

 

Reformation und Judentum - Die dunkle Seite der Reformation?

 Leitung:
Pfarrer Klaus Hoffmann

Dr. Klaus Hoffmann arbeitet als ev. Schulpfarrer in Gelsenkirchen
und als Coach und Mediator



Mittwoch, 8. März 2017, 20.00 Uhr

 

Begegnungsstätte von-der-Recke-Straße 9,
45879 Gelsenkirchen

  

„Die Juden haben Jesus getötet!“ Diese historisch zutiefst unwahre Behauptung bildet die Wurzel für fast 2000 Jahre andauernden kirchlichen Antijudaismus. Im Mittelalter nahm dieser besonders bizarre und abstruse Formen an. In diese Zeit hinein entstand die Reformation, erwuchs daraus Evangelische Kirche in vielfältiger Gestalt. Wie haben die Reformatoren das Verhältnis zum Judentum gesehen?

In welchem Maß betrifft Luthers antijüdische Polemik seine Theologie? Wie haben sich die reformatorischen Zeitgenossen – besonders auch Calvin - dazu verhalten, wo sind sie eigene, abweichende Wege gegangen? Wie sahen die weiteren Wirkungen und Folgen aus? Und vor allem: Welche Konsequenzen ergeben sich für unsere heutige Zeit – nach der  Schoah – daraus?


 Gesangskurs

"Reise durch die jüdische Musik"

Leitung:
Viktoria Sarazinski

Jeweils Donnerstags, ab 16. März 2017
18.00 Uhr - 19.30 Uhr

Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2,
45879 Gelsenkirchen

Kosten:
35,00 Euro/8 Einheiten a 1,5 Stunden
Termine: 16.03.; 23.03.; 30.03.; 06.04.; 27.04.; 04.05.; 11.05.;
letzter Termin: 18.05.2017 evtl. mit Abschlusskonzert

 

Der Gesangskurs "Reise durch die jüdische Musik" bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, die breite Palette der jüdischen Musik kennen zu lernen und vor allem praktisch einzuüben. Jüdische Musik, die fröhlich und zugleich traurig ist. Eine Musik, die von Herzen kommt und zu Herzen geht. Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels und der Vertreibung der meisten Juden aus dem Heiligen Land in andere, vor allem europäische Länder, ist die jüdische Musik stark von der Musik der einheimischen Europäer beeinflusst worden. Sie hat hierbei aber nie ihre eigene Identität verloren. So können die Kursteilnehmer nicht nur musikalische Entdeckungen machen, sondern auch die Vebundenheit der jüdischen mit ihrer eigenen Kultur gemeinsam erleben.

 


 

Lesung

 

Jüdische Märchen – ein lyrisch-musikalischer Abend

 

Leitung:
Paula Quast und Henry Altmann

 

Mittwoch, 22. März 2017, 19.00 Uhr – 21.00 Uhr

 

Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2,
45879 Gelsenkirchen

Kartenverkauf an der Abendkasse:
8,00 Euro (erm. 5,00 Euro)

 

Feiner Witz und tiefer Sinn zeichnen jüdische Märchen aus. In ihnen verbinden sich die Weisheit und der Humor dieser Erzähltradition mit den Farben und der Fabulierfreude des Orients.

 

Auch mit diesem Programm haben Paula Quast und Henry Altmann erneut etwas Besonderes erschaffen. Mit ihrer warmen, tiefen Stimme und der klaren, akzentuierten Sprechweise zieht Paula Quast Jung und Alt in ihren Bann. Henry Altmanns musikalische Virtuosität und Einfallsreichtum gestalten farbenreiche Klangteppiche, die den Worten Flügel verleihen. Ob gespannte Erwartung, befreites Schmunzeln oder begeistertes Staunen - alles ist möglich und erwünscht.

  

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Gelsenkirchen, der VHS Gelsenkirchen und
der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

 



  

Lehrhaus Judentum 

 „Ein Stück Tora“

„Die große Drohrede oder Verwarnt, nicht verworfen“

 

Leitung:
Dirk Bültmann

Dirk Bültmann ist evangelischer Pfarrer und stellvertretender
Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Gelsenkirchen

 

 

Montag,  3. April 2017, 18.30 Uhr – 20.00 Uhr

Begegnungsstätte Alter Jüdischer Betsaal,
Von-der-Recke-Straße 9, 45879 Gelsenkirchen

Anmeldung bis 15. März 2017, damit rechtzeitig Material versandt werden kann !

 

Ist der Gott der hebräischen Bibel ein Gott der Rache? Und wie lässt sich der Zusammenhang zwischen Lohn und Strafe in der Schrift fassen? Eine Betrachtung von ausgewählten Versen aus 3. Mose 26 beleuchtet diese und ähnliche Fragestellungen im Lichte der jüdischen Auslegungsgeschichte. Ziel ist, das Dickicht der Unwissenheit und Oberflächlichkeit gerade in diesen so wichtigen Fragen ein Stück weit begehbar zu machen.

Das Lehrhaus ist ein offenes Angebot. Die Themen der Lehrhausabende liegen fest. Alle Interessierten können nach ihren Möglichkeiten teilnehmen. Kenntnisse der hebräischen Sprache oder des Judentums werden nicht vorausgesetzt. Gebühren werden nicht erhoben.

Das Ziel des Lehrhauses ist die Vermittlung von Kenntnissen jüdischen Denkens und Lebens und die aktuelle Übertragung des Gelernten in das Leben der Teilnehmenden.

 


 

Tagesfahrt

 

„Wenn ich untergehe - lasst meine Bilder nicht sterben"

Exkursion zum Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück

 

Sonntag, 07. Mai 2017, 9.30 Uhr

 

Treffpunkt:
Hauptbahnhof Gelsenkirchen (Fahrt mit Schönes Wochende-Ticket),

Kosten:
ca. 20,00 Euro (inkl. Eintritt und Führung durch das FNH)
Rückkehr am Abend

 

Wie kein anderer Künstler der ersten Jahrhunderthälfte hat der 1904 in Osnabrück geborene und 1944 in Auschwitz ermordete Maler Felix Nussbaum alle Erfahrungen der Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg in seinen Bildern festgehalten und als Teil seiner eigenen Situationen reflektiert, in die der Künstler als Jude durch die rassistische Ideologie des nationalsozialistischen Deutschland hineingestoßen wurde. Kein Betroffener hat den "Holocaust" der Juden in Europa künstlerisch dokumentiert wie Nussbaum. Für ihn wurde in seiner aussichtslosen Situation Malerei zur Widerstandshandlung, da sie ihm seine menschliche Würde erhielt und ihm lange Zeit die Kraft zum Überleben gab.

Das 1998 vom amerikanischen Architekten Daniel Libeskind entworfene Felix-Nussbaum-Haus (FNH) ist ein einzigartiger Ort für Nussbaums Werk. Das Konzept des Hauses schafft einen räumlichen Kontext, in dem die Verknüpfung von Leben und Schaffen Nussbaums zum bestimmenden Eindruck wird.

 


 

 

Ausstellung

 

„Drum immer weg mit Ihnen“ -
Luthers Sündenfall gegenüber den Juden


Donnerstag, 22. Juni 2017, 19.00 Uhr

Ev. Friedenskirche, Königsberger Str. 120,
45881 Gelsenkirchen


Die Ausstellung ist geöffnet vom 22. Juni 2017 bis zum 09. Juli 2017 sonn­tags nach dem Gottesdienst und nach Vereinbarung.

Weitere Öffnungszeiten werden noch bekannt gegeben.

2017 feiert die evangelische Kirche das 500jährige Jubiläum der Reforma­tion, für uns ein Anlass, auch auf die weniger positiven Seiten der Reformation und ihres Hauptprotagonisten einzugehen.

„’Drum immer weg mit ihnen!’- Luthers Sündenfall gegenüber den Juden“ lautet der Titel der Ausstellung, die Luthers ambivalente, intolerante und mitunter aggressive Haltung gegenüber dem Judentum seiner Zeit in groß­formatigen Exponaten zeigt. Die Ausstellung zeigt auch die histori­schen Wirkungen des lutherischen Antijudaismus, z.B. indem sie deutlich macht, wie er im Nationalsozialismus aufgenommen wurde. Sie fragt zu­dem nach den Konsequenzen für heute.


 

Ausstellungseröffnung und Vortrag

 

"Jüdische Lutherdeutungen als Gegengeschichte
gegen die antisemitische Rezeption"

 

Leitung:
Prof. Dr. Christian Wiese

Prof. Dr. Christian Wiese ist Inhaber der Martin-Buber-Professur für
Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt.
Wesentliche Forschungsgebiete sind die moderne jüdische Geistes-
und Kulturgeschichte und die Geschichte der jüdisch-christlichen Beziehungen.

Donnerstag, 22. Juni 2017, 19.00 Uhr

Ev. Friedenskirche, Königsberger Str. 120,
45881 Gelsenkirchen

Prof. Dr. Christian Wiese konfrontiert die jüdische und die antisemitische Rezeption Luthers in Deutschland miteinander und deutet die jüdischen Lutherlektüren als beschwörenden Versuch, die nichtjüdische Gesellschaft davon zu überzeugen, den Reformator nicht als Ahnherrn der antisemitischen Verunglimpfung von Juden und Judentum, sondern als Vorläufer von Gewissensfreiheit, Toleranz und Aufklärung zu verstehen, ihn für eine Tradition von dialogischer Achtung in Anspruch zu nehmen und seine späten judenfeindlichen Schriften als für das Eigentliche der Reformation unwesentlich zu interpretieren. Spätestens ab 1933 erwies sich diese historische Realisierung jedoch als Illusion.


 

 

Tagesfahrt nach Antwerpen

 

„Das Jerusalem des Nordens“

 

Leitung:
Ulrich Fehling

Ulrich Fehling ist Vorsitzender der Gesellschaft
für christlich-jüdische Zusammenarbeit

 

Sonntag, 25. Juni 2017, 8.00 Uhr – 20.00 Uhr

 

Treffpunkt:
Parkplatz am Musiktheater Gelsenkirchen

Kosten:
30,00 Euro für Fahrt und Führungen
Anmeldung bei der Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit bis zum 21. Juni 2017

 

Belgiens zweitgrößte Stadt wird oft als Jerusalem des Nordens be­zeichnet. Nirgendwo sonst in Europa leben auf engem Raum so viele orthodoxe Juden wie auf den wenigen Quadratkilometern des jüdischen Viertels zwischen Hauptbahnhof und Stadtpark, nir­gendwo ist jüdisches Leben so sichtbar wie hier. Viele Bewohner leben streng nach den Gesetzen ihrer Religion. Die Männer tragen schwarze Hüte und Mäntel, Locken an den Schläfen und Bärte im Gesicht. Die Frauen lange Röcke, einige sogar Perücken. Viele unterhal­ten sich auf Jiddisch. Es gibt 35 Synagogen, 10 jüdische Schulen, Restaurants und Imbisse bieten koschere Gerichte an. In die Häuserwände sind Mesusa-Kapseln mit handgeschriebenen Tora-Zitaten eingelassen. Andererseits ist die Bedrohung durch den Terror aber auch für die Antwerpener Juden ständig präsent. Viele verlassen deshalb die Stadt.

Wir werden das jüdische Viertel, eine der großen Synagogen, das Diamantenviertel und weitere Highlights des jüdischen Antwerpen bei einer Führung mit Aharon Aaron Malinsky erleben, der in dem Viertel geboren wurde und heute Rabbiner und Dozent an der Antwer­pener Universität ist. Außerdem besteht die Gelegenheit, in einem koscheren Restaurant zu essen (nicht im Preis enthalten).
 



      

Fahrradtour

 

„Durchs Revier von Synagoge zu Synagoge“

 
Leitung:
Ulrich Fehling

Ulrich Fehling ist Vorsitzender der Gesellschaft
für christlich-jüdische Zusammenarbeit

 

Sonntag, 09. Juli 2017, 14.00 Uhr

 

Treffpunkt:
Platz der Synagoge, Georgstraße 2,
45879 Gelsenkirchen
(Anmeldung erbeten)

 

 

Zum zehnjährigen Jubiläum der Synagogen in Gelsenkirchen und Bo­chum bieten wir eine Radtour von Synagoge zu Synagoge an, wo heute wieder jüdisches Leben öffentlich sichtbar ist. Und auch noch einige wei­tere Aspekte jüdischer Geschichte und Kultur in der Region werden „erfah­ren“. Und last, but not least: auch Ruhrgebietsgeschichte und Chris­tentum werden berücksichtigt.

Tourverlauf: Synagoge Gelsenkirchen, Kurt-Neuwald-Platz, Begegnungs­stätte Alter Betsaal, von-der-Recke-Straße, Bahnhof Gelsenkir­chen und Wildenbruchplatz (Orte der Deportation), Alter Jüdi­scher Friedhof an der Wanner Straße (jüdische Begräbniskultur), ehema­lige Erzbahntrasse, Arbeitersiedlung Dahlhauser Heide in Bochum-Hor­del, Epiphanias-Kirche Bochum-Hamme (Autobahnkirche), Synagoge Bochum, Restaurant „Matzen“ mit jiddischer Küche

 

ca. 30 km, ca. 4,5- 5 Std. (mit Pause)

 


 

Gesangskurs

 

„Reise durch die jüdische Musik“

 

Leitung:
Viktoria Sarazinski

 

Jeweils Dienstags,
ab 22. August 2017, 18.00 Uhr – 19.30 Uhr

 

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen,
Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen


Kosten:
35,00 Euro/8 Einheiten a 1,5 Stunden
Termine:
22.08.; 29.08.; 05.09.; 12.09.; 19.09.; 26.09.;
10.10.; 17.10.2017

 

Der Gesangskurs „Reise durch die jüdische Musik“ bietet den Teilneh­menden die Möglichkeit, die breite Palette der jüdischen Musik kennen zu lernen und vor allem praktisch einzuüben.

Jüdische Musik, die fröhlich und zugleich traurig ist. Eine Musik, die von Herzen kommt und zu Herzen geht. Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels und der Vertreibung der meisten Juden aus dem Heiligen Land in andere, vor allem europäische Länder, ist die jüdische Musik stark von der Musik der einheimischen Europäer beeinflusst worden. Sie hat hier­bei aber nie ihre eigene Identität verloren.

So können die Kursteilnehmer nicht nur musikalische Entdeckungen ma­chen, sondern auch die Verbundenheit der jüdischen mit ihrer eigenen Kultur gemeinsam erleben.

Anmeldung:
Dienstags und Donnerstags in der Zeit von 9.00 Uhr
bis 11.00 Uhr (bitte auch den Anrufbeantworter nutzen!)

Oder per e-mail: christlich-juedische-ge@freenet.de

  

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der
Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

 


 

Führung

über den jüdischen Friedhof
an der Wanner Straße in Gelsenkirchen

 

Referentin:
Judith Neuwald-Tasbach

Frau Neuwald-Tasbach ist Vorsitzende der
jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

  

Donnerstag, 31. August 2017, 17.00 Uhr 

 

Treffpunkt:
Eingang des jüdischen Friedhofs an der
Wanner Straße/Oskar Straße, Gelsenkirchen

 

Anmeldung erbeten !

  

Der alte jüdische Friedhof von 1874 ist ein gut erhaltener, stiller Ort mit ca. 400 Gräbern aus alter Zeit. Bis 1936 wurden hier Beerdigungen vor­genommen. An diesem „guten Ort“ (eine Bezeichnung für einen jüdi­schen Friedhof) kann man Einblick in die jüdische Bestattungskultur nehmen. Während der Führung werden die Abläufe bei einer Bestattung und Wissenswertes über jüdische Friedhöfe erklärt. Was z. B. bedeuten die hebräischen Buchstaben auf einem Grabstein? Welche Bedeutung haben die Hände oder die Krüge? Was ist mit den kleinen Steinen auf manchen Grabsteinen?

 

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der
Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

 


 

Gedenken

an die getöteten jüdischen
Zwangsarbeiterinnen auf
dem Friedhof Gelsenkirchen-Horst

 

 

Sonntag, 17. September 2017, 11.00 Uhr

 

Treffpunkt:
Mahnmal für die jüdischen Zwangsarbeiterinnen

 


 

Ausstellung und Führung

 

Der geteilte Himmel. Reformation
und religiöse Vielfalt an Rhein
und Ruhr

 

Leitung:
Ulrich Fehling
Vorsitzender der Gesellschaft sowie

Matthias Streicher
Pädagogischer Mitarbeiter im Bistum Essen

 

Sonntag, 17. September 2017, 13.00 Uhr

 

Treffpunkt:
UNESCO-Welterbe Zollverein, Ruhr Museum,
Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen


Kosten: 10,00 Euro


Anmeldung erbeten !

 

Die Ausstellung stellt die Religionen und Konfessionen an Rhein und Ruhr vom Spätmittelalter bis heute dar. Sie zeigt, wie sich das religiöse Leben im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen von der Reformation bis zur Gegenwart entwickelte. In etwa 1000 Exponaten aus über 150 Museen, Kirchen, Bibliotheken und Archiven erfahren die Besucher et­was zu den politischen, sozialen und kulturellen Aspekten dieser Ge­schichte.

Zudem werden grundlegende Themen wie „Frömmigkeit“, „Heilige Schriften“, „Lebensstationen“, „Tod und Jenseits“ oder „Propaganda und Toleranz“ in interreligiösen Vergleichen behandelt.

Für Interessierte bieten wir nach dem Besuch der Ausstellung eine Radtour (Länge etwa 10 km) von Zeche Zollverein zur Essener Innen­stadt an. Dabei werden wir in Augenschein nehmen, was es an der Stre­cke an jüdischen Spuren aus Geschichte und Gegenwart, vom Friedhof bis zur Alten Synagoge, zu sehen gibt.

 


 

Neujahrskonzert

der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen 

„Durch das jüdische Jahr“

 

Rabbiner Zsolt Balla und
Rabbiner Daniel Fabian

 

Montag, 18. September 2017, 18.00 Uhr

 

Ort:
Kurt-Neuwald-Saal der jüdischen
Gemeinde Gelsenkirchen, Georgstraße 2,
45879 Gelsenkirchen

 

Kosten: 6,00 Euro

  

Die besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebten Rabbiner können nicht nur singen, sondern auch begeistern!

Sie begleiten sich dabei auf ihren Gitarren. Unter dem Motto „Durch das jüdische Jahr“ gestalten sie das Neujahrskonzert mit Liedern und Geschichten der Feiertage!

 

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde
Gelsenkirchen

 


 

Fest

 

Jüdisches Leben live erleben

Sukkot-Laubhüttenfest

 

Leitung:
Judith Neuwald-Tasbach
Vorsitzende der
Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

 

Mittwoch, 4. Oktober 2017, 18.00 Uhr

  

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2,

45879 Gelsenkirchen

 

Kosten: 5,00 Euro


nur mit vorheriger Anmeldung !

  

Sukkot – ein Wallfahrtsfest – ist das „Fest des Einsammelns“, ein Dank­fest für das Einbringen der Ernte, vor allem der Obst und Weinernte. Das Fest trägt seinen Namen von Laubhütten, in denen fromme Juden eine Woche lang wohnen. Sie erinnern sich dabei an die Zeit der Wüstenwanderung, als ihre Vorfahren keine festen Häuser hatten, sondern in ihren Zelten ganz auf Gott angewiesen waren. Sukkot verweist darauf, dass der Mensch gerade in Situationen der Unsicherheit Gottes Schutz erfährt. 

 

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der
Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

 


 

Führung

 

Spuren jüdischer Geschichte und
Gegenwart in Gelsenkirchen

 

Führung durch die neue Synagoge

 

Leitung:

Judith Neuwald-Tasbach
Vorsitzende
der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

 

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 17.00 Uhr

 

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2,
45879 Gelsenkirchen

 

Nur mit vorheriger Anmeldung ! 

 

Die Einweihung der – beim Novemberpogrom 1938 zerstörten – Syna­goge 1885 bezeichnete einen ersten Höhepunkt jüdischen Lebens in Gelsenkirchen, die Einweihung der Neuen Synagoge am 1. Februar 2007 am selben Ort symbolisiert, dass sich die jüdische Gemeinde An­fang des 21. Jahrhunderts wieder in der Mitte der Gesellschaft verortet. Jüdisches Leben ist wieder sichtbar in das Zentrum unserer Stadt ge­rückt. Unter dem verbindenden Motto „Mein Haus ist ein Haus der Ge­bete für alle Völker“ sind Synagoge und Gemeindezentrum inzwischen wieder selbstverständliche Bestandteile der städtischen Gesellschaft. 

 

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der
Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

 


 

Lehrhaus Judentum

„Ein Stück Tora“

 

Zur Methodik der jüdischen Bibelauslegung

 

Leitung:

Dirk Bültmann
evangelischer Pfarrer und
stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft

 

Montag, 6. November 2017, 18.30 Uhr – 20.00 Uhr

 

Ort:
Begegnungsstätte Alter Jüdischer Betsaal,
Von-der-Recke-Straße 9, 45879 Gelsenkirchen

 

Anmeldung erbeten !

 

„Wie kommen die eigentlich darauf?“ Solche oder ähnliche Fragen tauchten nicht selten in den Abenden des Lehrhauses vonseiten der Teilnehmenden auf. Mit „die“ sind die jüdischen Ausleger des Bibeltextes gemeint. Mitunter gibt es schon recht abenteuerliche Auslegungen. Aber: Ohne Regeln geht es da nicht ab! Um einige dieser Regeln soll es in dieser Veranstaltung gehen. Was ist der Peschat? Und was ist unter dem Derasch zu verstehen? An Beispielen aus der Exegese Raschis,

Ibn Esras und der Midraschim werden wir Antworten finden.

Das Lehrhaus ist ein offenes Angebot. Die Themen der Lehrhausabende liegen fest. Alle Interessierten können nach ihren Möglichkeiten teilneh­men. Kenntnisse der hebräischen Sprache

oder des Judentums werden nicht vorausgesetzt. Gebühren werden nicht erhoben. Das Ziel des Lehrhauses ist die Vermittlung von Kennt­nissen jüdischen Denkens und Lebens und die aktuelle Übertragung des Gelernten in das Leben der Teilnehmenden.

 


 

Gedenken

 

Das Wilnaer Ghetto im Spiegel
seiner Lieder
„Es iz Geven a Zumertog“

 

Konzert
mit Roswitha Dasch und
Ulrich Raue

 

Mittwoch, 8. November 2017, 19.00 Uhr

 

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2,
45879 Gelsenkirchen

 

Kosten: Spende erbeten !

 

Wilna – das Jerusalem Litauens. Bis zur Zerstörung im Zweiten Welt­krieg galt sie als religiöses und literarisches Zentrum der jüdischen Kul­tur. Am 6. September 1941 wurde die jüdische Bevölkerung in ein Ghetto gesperrt. Zwei Jahre später wurde das Wilnaer Ghetto liquidiert.

Roswitha Dasch und Ulrich Raue lassen Musik erklingen, die den Men­schen im Ghetto trotz aller Trauer und Verzweiflung immer wieder Mut und Hoffnung gegeben hat.

 

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der
Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen und
dem Institut für Stadtgeschichte

 


 

Demonstration und Kundgebung


zum Gedenken an die
Pogrome der sogenannten
Reichskristallnacht

 

Leitung:

Eine Veranstaltung der Demokratischen
Initiative Gelsenkirchen

 

 

Donnerstag, 9. November 2017

 

Die Abschlusskundgebung des jährlichen Gedenkens an die Pogrome des 9. November 1938 soll in diesem Jahr in Erle stattfinden.

 

Weitere Informationen können Sie vor der
Veranstaltung der Tagespresse oder unserer
Webseite entnehmen!

 


 

Vortrag

 

Deutschland und seine jüdischen
Soldaten.
Das Beispiel Walther Rathenau

 

Leitung:
Dr. Heid, Historiker

 

Mittwoch, 29. November 2017, 19.00 Uhr

 

Ort:
Dokumentationsstätte im Institut für
Stadtgeschichte, Cranger Str. 323, 45891 Gelsenkirchen

 

 

Seit den Befreiungskriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts beteiligten sich in Preußen-Deutschland Juden als Soldaten am Krieg. Sie eilten freiwillig zu den Fahnen in der Hoffnung, emanzipiert zu werden. Und damit begann eine 100jährige deutsch-jüdische Militärgeschichte.

m August 1914 hoffte die große Mehrheit der deutschen Juden, durch die Betonung ihrer patriotischen Überzeugung die letzten Hindernisse auf dem Weg der Eingliederung in die Gesellschaft zu überwinden. Allein im Ersten Weltkrieg zogen etwa 100.000 deutsch-jüdische Soldaten – der größte Teil freiwillig – für das kaiserliche Deutschland ins Feld. Das Vaterland hat es ihnen wenig gedankt.

Am Beispiel des Politikers und „Kriegsadministrators“ Walther Rathenau wird die Diskrepanz zwischen jüdischem Patriotismus und antisemiti­scher Zurückweisung auf tragische Weise deutlich.

 

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und
dem Institut für Stadtgeschichte

 


 

Exkursion

 

Fahrt nach Köln zum
Lern- und Gedenkort Jawne

 

Leitung:
Ulrich Fehling
Vorsitzender der Gesellschaft

 

Sonntag, 10. Dezember 2017, 8.45 Uhr – 18.00 Uhr

 

Treffpunkt:
Hauptbahnhof Gelsenkirchen, DB-Schalter 

Kosten:

Ca. 15,00 Euro für SchönerTagTicket

und Führung


Anmeldung erbeten!

  

An der St.-Apern-Straße 29-31 befand sich von 1884 bis 1942 eines der Zentren jüdischen Lebens in Köln. Neben einer Synagoge gehörten ein Lehrerseminar, eine jüdischen Volksschule und seit 1919 das jüdische Reform-Realgymnasium Jawne – das einzige jüdische Gymnasium im Rheinland – dazu. Heute ist an dieser Stelle der „Lern- und Gedenkort Jawne“, der die Geschichte der Schule und seiner Schülerinnen und Schüler lebendig hält.

 

Am Erich-Klibansky-Platz, benannt nach dem letzten Direktor der Jawne, befindet sich auch die Kin­dergedenkstätte Löwenbrunnen, die an die Deportation von über 1.100 jüdischen Kindern und Ju­gendlichen aus Köln während des Nationalsozialismus erinnert.

 

Nach dem Besuch der Jawne bietet sich je nach Interesse der Besuch von KOLUMBA, des Köln, oder des Elde-Hauses (NS-Dokuzentrum der Stadt Köln) an: beide sind von der Jawne aus fußläufig zu erreichen – oder der Besuch eines der Kölner Weihnachtsmärkte.

 


 

Vortrag

 

Judentum in Belgien

 

Leitung:
Aaron Malinsky
Rabbiner und Dozent an der Universität Antwerpen

 

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 18.00 Uhr

 

Ort:
Neue Synagoge Gelsenkirchen, Georgstraße 2,
45879 Gelsenkirchen

 

Kosten:
Spende erbeten

 

Judentum hat in Belgien eine Tradition seit dem 13. Jh. Der Aufstieg Antwerpens im 15. und 16. Jh. war dann zu nicht geringen Teilen se­phardischen jüdischen Kaufleuten aus Spanien und besonders Portugal zu verdanken. Heute gibt es zwei große jüdische Gemeinden, in Brüssel und Antwerpen, und

einige kleinere. Die Gemeinden in Antwerpen und Brüssel weisen cha­rakteristische Unterschiede auf, auf die eingegangen wird.

Zudem wird Aaron Malinsky das Zusammenleben mit Christen und Moslems, natürlich auch unter dem Aspekt der terroristischen Anschläge der letzten Zeit, thematisieren.

Außer dem Vortrag von Aaron Malinsky können Sie an diesem Abend die von den Kindern der Jüdischen Gemeinde vorbereitete Aufführung zum Chanukka-Fest erleben – jedes Jahr aufs Neue eine sehr schöne Gelegenheit, einen Einblick in die jüdischen Feiertage zu bekommen.

 

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und
der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen